Dienstag, 10. August 2010

p2 Matte Top Coat

Jaja, nun durfte der neue Überlack von p2 letztens auch mit ins Körbchen wandern. Ich hatte auf einigen Blogs nicht so tolle Rezensionen drüber gelesen, aber war trotzdem total neugierig.

Und nun da ich ihn mal getestet hab, find ich ihn eigentlich gar nicht mal so schlecht. Was er tun soll ist ja einfach erklärt: Er soll (theoretisch jedem) Nagellack ein mattes Aussehen verleihen. Fand ich mal interessant, als Abwechslung zum Dauer-Glanz. Außerdem hatte ich die Vermutung dass man die kleinen Macken die ich mir ständig reinmach (ich sag nur: einmal Haarsträhnen hinter die Ohren schieben *grr*) dann vielleicht nicht so dolle sieht wie bei glänzendem Überlack.

Hier also mein erster Eindruck: Die Flüssigkeit im Fläschchen sieht ja milchig-weiß aus, und eigentlich hat der Lach (wenig überraschend) auch genau das Aussehen am Nagel: milchig und matt. Selbstverständlich passt das nicht zu jeder Farbe, bei roten Farben könnt ichs mir gar nicht vorstellen (HALT, Moment! Hatte ich nicht kürzlich einen rötlichen der mir zu wenig milchig war? *grübel* Muss ich mal testen, hehe). Somit wird der sicher nicht bei jeder Farbe gut aussehen, aber bei einer ganzen Reihe meiner Lacke kann ichs mir gut vorstellen.. Müsst mir mal ein paar raussuchen, und zusammenstellen.

Mein Startexperiment war jedenfalls mit dem p2 Grow Power 060 aromatic coriander, der mittlerweile aber nicht mehr erhältlich ist. Die Farbe würd ich als dunkel-hautfarben bezeichnen, sehr nudig. Der Farblack selber ist schon so bissl milch-stichig. Meiner Theorie nach sollte es daher gut zusammenpassen, und ich finde das tut es! Aber hier ein paar Beispielbilders, das zweite mit Blitz (damit man sieht wie er nicht spiegelt, hehe):




Fazit: Ich find ihn gut, auf jeden Fall kein Fehlkauf. Aber ich schätz mal er wird nur so für etwa die Hälfte der Lacke passen, da muss man halt mit bissl Verstand kombinieren, oder einfach experimentieren :-)

Tibos Berufswunsch

Könnte er sprechen würde er sagen: Wenn ich einmal groß bin werde ich (nein, nicht Feuerwehrmann) eine Stechuhr! (Blöd nur, dass er immer nur eine Uhrzeit stechen kann, aber da lässt sich bestimmt eine Lösung finden)

Erste Talentfotos, er übt schon mal an allen Pappkartons die sich finden:
*omnomnom*

das Ergebnis!

"Was denn?!"

Für die Luftpolsterfolie ist übrigens Cayleigh zuständig: immer schön in die Schachtel reinhüpfen, Krallen voran, irgendwann gibt das Zeugs schon nach - und wies dann raschelt!! Zusammen sind sie also ein sehr nützliches Müllzerkleinerungs-Tool. :-D

Montag, 9. August 2010

p2 Color Victim Nagellack - 269 flamboyant

... ist die bunteste Farbe die ich je auf den Fingern hatte, mit Abstand! Ich will nicht sagen die roteste Farbe, aber so quietschend bunt war noch nie da daruf.

Ich hab nun heute davon ein Foto gemacht. Wenn mans erkennen kann - die Farbe selber hat im Fläschchen viel milchiger ausgesehen als dann auf den Nägeln (schon komisch oder?? Sonst ists doch höchstens umgekehrt). Dort wirkt sie nämlich sehr neonfarben, ziemlich genauso wie diese neonroten Farbstifte, die man mal in der Schule hatte :)

Als Fehlkauf würd ichs nicht bezeichnen, aber ich werd die Farbe wohl nicht allzu oft tragen (können), eher dann wenn ich mal etwas komisch im Kopf bin, dann passt das schon. Hier also das Bild!


Übrigens hatte ich die Nägel am Freitag Nachmittag lackiert, jetzt ists also der 3. Tag, und Macken sind nicht wirklich erkennbar. Kleine Ausnahme sind die Bläschen (sieht man hier vielleicht am Mittelfinger?), aber da kann der Nagellack selber GAR nix dafür, das Bläschenschwein war der p2 Anti-Split Coat, den ich gern auf meine leicht bröseligen Nägel als Überlack draufpack. Ja, denkste - er ist wie schon erwähnt ein Bläschenschwein, aber nach systematischem Überlack-Test weiß ich wenigstens dass es der ist.. Wobei ich fairerweise zugeben muss dass nirgends draufsteht dass er als Topcoat gedacht ist, aber ich dachte ich bin klüger :-P

Sonntag, 8. August 2010

Tage mit lauter roten Ampeln..

Irgendwie denke ich das ist der passendste Titel für diesen Nörgel-Jammer-Selbstmitleids-Beitrag, der nun folgt. Ja richtig...
Dass ich nicht gerade ein Glückskind bin, das wurde mir schon irgendwann vor etwa 2 Jahrzehnten bewusst. :-P Trotz allem habe ich nicht immer so viel Pech wie momentan. Aber sowas kommt ja auch nie einzeln, sondern wenn dann richtig dicke. Und momentan trennt mich nur ein leerer Autotank oder eine zerbrochene Tasse von meinem ersten Amoklauf.

Aber neben dem vielen Flennen hier auch eine kurze Auflistung, damits auch amüsant wird (würds nicht mir passieren würd ich mich vermutlich scheckig drüber lachen *hust*). Die Zuordnung ist relativ zufällig, ich hab den ganzen Mist nicht derart dokumentiert. Aber die Häufung kommt hin..


5:00 Katzen werden wach, Tibo beginnt mit seinem Terror (Tapete runterzupfen, am Schrank kratzen, Bodenleiste zupfen) - nein, wir wissen nicht warum. Entweder hat der einfach ADHS oder ihm ist langweilig oder er ist der Teufel *schulterzuck* Dagegen hilft auch nix, immer wieder vertreiben.. das einzige was GELEGENTLICH hilft ist ihn festzuhalten. Ja, wirklich. 10 Minuten festhalten, er will flüchten, dann entkommt er, dreht eine Runde und kommt sofort wieder, schnurrend als sei nichts gewesen. Grr.
5:20 Man ist jetzt natürlich wach. Toll, noch 40 Minuten Schlaf.
5:40 Einschlafen ist nicht mehr. Klasse, bleib ich halt gleich wach, mit Katzen kuscheln.
5:58 Tiefschlaf.
6:00 Der scheiß Wecker geht los und der viel zu gut gelaunte Radiomann erzählt irgendwelche Nachrichten. Arrrgggh.
6:05 Das Bett kotzt mich aus, ich schlurfe ins Bad. Tibo kratzt hektisch in der Badewanne um zu zeigen dass es Zeit ist für die Fütterung.
6:07 Chou-Chou hat wieder einmal gegen das neue Streu protestiert. Man entferne das Häufchen, das direkt vor dem Katzenklo liegt.
6:10 Mit Chris um das Vorrecht am Waschbecken kämpfen. Ich werde dann schon angespannt und kribbelig, wenn wir uns verrenken damit auch jeder die ausgespuckte Zahnpasta ins Becken trifft. (Hab ich schonmal gesagt dass unser Bad zu klein ist?)
6:30 Kaffee dringend nötig. Kaffeepads alle (*KNURRR*), egal, ich mag eh tonnenweise Kannenkaffee fast lieber, versuche es als positive Wendung zu deuten. Ich richte den Kaffee, Wasser rein, Kaffee rein, Deckel zu, Knopf drücken - kann ja nix schief gehn, oder? Drehe mich um, wasche die Katzenschüsseln aus (dank Giardien müssen diese ausgekocht werden, da unser Wasser heiß genug rauskommt reicht das meist). Also spül spül schrubb schrubb, und mich überkommt die Gewissheit, dass bestimmt etwas mit dem Kaffee nicht klappt, im selben Moment WEISS ich einfach, dass der Filter bestimmt verrutscht ist. Ich drehe mich um, gucke nach, und JA, NATÜRLICH. Es rinnt hellbraune durchsichtige Pissbrühe raus, der Filter total verwurschtelt. Fluchend rück ich das Ding zurecht, gieße das helle Zeugs oben wieder rein. Ja, Tropfschutz denkste, rinnt trotzdem weiter. Gieße schneller, tropfe voll daneben. Egal, hopp. Schnell die Überflutung daneben weggewischt. Und, was bemerkt? Ja, hinter mir rinnt das Heißwasser noch immer.
6:35 Heißwasser in der Küche reicht nicht ganz eine Minute. Es ist jetzt kalt. Ich knirsche mit den Zähnen.
6:37 Beim Mittagessen richten merke ich dass Chris die neue Käsepackung geöffnet hat, obwohl die alte noch fast voll ist, der Käse in selbiger dank schlampigen Verschließens dunkelgelb und an den Rändern eingerollt. Ich zische Chris ein paar Nettigkeiten entgegen und hacke Teile des alten Käse ab.
6:45 Wutentbrannt stampfe ich ins Wohnzimmer, ramme einen Zeh am Türpfosten (merke, dramatischer Auftritt erst möglich wenn richtig munter), motze Chris nochmal entgegen wie scheiße alles ist und geh mir selber gehörig auf die Nerven.
6:50 Chris geht arbeiten und ich fühl mich total dämlich :-(
7:00 Ich setz mich vor den PC, will ein paar Serienfolgen schaun, immerhin muss ich erst später zur Arbeit.
7:01 Nach mehrmaliger Überprüfung steht fest: Meine externe Festplatte ist abgeraucht. Win bietet mir aber freundlicherweise eine Formatierung an, damit ich wieder drauf zugreifen kann. Ja, ne.
7:05 Ich bin kurz vorm Losflennen, tippe Chris ein Entschuldigungs-sms, und erzähle vom Drama, zieh mir nebenbei den Kaffee rein. Dieser ist nun ein sogenannter Löffelkaffee. Den Begriff prägten meine Cousine und ich für Kaffee, der so stark ist, dass der Löffeel grade drin stecken bleibt. Egal, kanns jetzt brauchen.
7:20 Mein Frühstück schmeckt scheiße, die Mango im Müsli hat eine Geschmacksrichtung Styropor-Sommerwiese und Konsistenz Backstein. Mmmhhh.
7:35 Ich gehe mich schminken. Alles klappt. Ich fass es nicht und verblinzel mir vor Freude die Wimperntusche im halben Gesicht. Meine Augen tränen und ich überlege zu wieviel Prozent das mit der Wimperntusche drin zu tun hat.
8:00 Ich will gehen, bemerke den überaus deutlichen Geruch. Schnappe Tibo, mache Poppes-Kontrolle und bemerke: Ahja, Giardien sind wieder da. Wasche den strampelnden Kater und flitze zum Auto. Das Mittagessen bleibt in der Küche liegen.
8:20 Am Weg durch die Innenstadt erwische ich jede Ampel in der Rotphase. Außerdem klappert das Auto wieder deutlich lauter und mir wird klar: Ja, es muss nun wirklich in die Werkstatt.
8:40 Ich erreiche die Autobahn. Muss ich jetzt noch erwähnen dass ich im Stau stand ???
9:30 Zu spät in der Arbeit. Normalerweise ist es relativ egal, wann ich komm, solange nicht vorher ein Termin wäre. An DIESEM Tag gibts natürlich schon 3 Krisen die auf mich warten, und eine entnervte Chefin die fragt wo zum Donnerwetter ich war. Ich verkneife mir das "ICH HAB SPÄTSCHICHT" und widerstehe dem Impuls einen Herzinfarkt vorzutäuschen.
9:30-18:00 Diverse Krisen, motzende Teenager und Eltern, die *zensiert*...
18:05 Ich trommle auf meine Schläfen ein - bringt nix. Diverse Anti-Kopfweh-Drogen sind irgendwo, aber nicht in meiner Tasche.
18:30 Etwa auf der Hälfte der Strecke merke ich, dass mein Ring noch in der Arbeit neben dem Waschbecken liegt. Yeah.
18:50 Dank der Bauarbeiten gibt es in der näheren Umgebung der Wohnung keine Parkplätze.
19:20 Nach einigen Runden finde ich einen, und friemle mich äußerst geschickt hinein.
19:30 Ich steh drin. Zumindest der Großteil des Autos. Ich pfeffere die Tür zu, spiele 5 Minuten mit dem baumharzverklebten Schloss und stampfe nach Hause.
19:40 Endlich daheim. Mit hämmernden Kopfschmerzen, müde wie noch was und mir kracht der Magen.
19:45 Chris eröffnet mir, dass er noch nicht zum Kochen kam (sehe ich da wirklich das Mist-PC-Spiel auf seinem Monitor???) und wir außerdem kein Hackfleisch mehr haben, wie wir eigentlich eingerechnet hätten.



An diesem Punkt habe ich glaube ich hysterisch zu schreien begonnen, aber dank des Blackouts aufgrund der handfesten Migräne kann ich mich nicht mehr erinnern.


Da eigentlich 7 Tage der letzten Woche so oder so ähnlich liefen und meine Nervenkapazität eigentlich schon davor aufgebraucht war, benötige ich zur Zeit GAANZ DRINGEND Lieder wie das folgende, um nicht im Kreis zu springen:
Delain - April Rain
Ich hab absichtlich nicht das offizielle genommen, sondern das mit Text :-) Ich hör die Musik von denen übrigens grad recht gern, eignet sich hervorragend zum Sportmachen. In diesem Fall war natürlich Sinn der Sache bei voller Lautstärke mitzuschreiensingen.


Somit ende ich diesen Beitrag damit, dass ich nach der Woche die Zalando Flatrate echt verdient hätte :-D



Montag, 2. August 2010

Unser neuer Kratzbaum

Nachdem der alte (billige) vor einigen Wochen den Geist aufgegeben hat (er ist mittendrin sagen wir mal "abgebrochen" mit Tibo oben drauf) gabs dann mal einen Neuen. Wir haben gefühlte 5 Trillionen Jahre gesucht bis wir den passenden gefunden haben.
Zu allererst muss er natürlich den beiden Rabauken standhalten. Die fetzen ja hoch und runter bis die Wände scheppern.. (was das Ende des alten erklärt *hust*) und sind auch schon relativ große Fellknäuels, kuscheln noch dazu gern zusammen. Das bedeutet der neue muss hoch, viel-ebenig, robust und mit größeren Liegeflächen sein. Außerdem stehen sie auf Spielzeug, kleine Höhlen mögen sie nicht so, müssen eher geräumig sein. Dazu kommt dass wir keine Scheichs sind - wir hatten zwar vor, vom Urlaubsgeld einen "besseren" zu kaufen, aber die 500Euronen-aufwärts-Dinger sind halt einfach mal nicht drin, von Echtholz nicht zu sprechen...

Nach dem ganzen Hin und Her wurde es dann der hier, von Armarkat:


Der hat so ziemlich alles, was wir wollten.. große Flächen, mehrere Säulen und sogar ein Hängekörbchen für Cayleigh (das alte hat sie soo geliebt).. Das Seil ist perfekt für die Kleine, die beißt da immer dran als gäbs kein Morgen, und das alte hatte sie viel zu schnell aufgefizzelt.. Das hier ist etwas dicker, lebt wohl länger.

Anfangs hatte er übrigens auch noch Spielzeug dran.. Ich sage dazu mal nichts, und dokumentiere das einfach mal in Bildern in zeitlicher Abfolge... -.-


Und das Ende vom Lied:

Somit ist nix mehr mit Spielwollmäusen dran. Naja. Zumindest 15 Minuten hatten sie Spaß damit :D Und es ist ja auch nicht so, dass es ihnen sonst an Spielmäusen mangeln würde..

Abschließend noch ein paar süße Fotos mit dem neuen Kratzbaum:


...Hier oben einmal die kleine Cayleigh im Körbchen, und unten Tibo in der Höhle...



Der Kratzbaum wird auch von Chou-Chou genützt, nur hab ich da noch kein Foto, ich ergänz eins wenn sie wieder mal drauf liegt, oder wenn alle 3 draufsind..

Insgesamt sind wir und die Katzen also sehr zufrieden, das Ding ist absolut empfehlenswert. Achja, gekostet hats so um die 150€.

Sonntag, 1. August 2010

Bürstaktion

Dank der lieben Andrea wurde ich auf den "Furminator" aufmerksam, der uns schon länger beim Fressnapf Besuch anlacht, uns aber dann doch zu teuer erschien. Immerhin 40€ für "nur eine andere" Fellbürste -nä, muss nicht.

Wegen der beeindruckenden Fellbilder auf oben verlinkter Seite haben wir das Teil doch geholt, und... WOW!!! Hat sich definitiv gelohnt.. Wir haben die 3 heute mal ordenlich gebürstet, dabei uns, die gesamte Terrasse und alle Hilfsmittel völlig mit Fell eingesaut und soviel Fell bekommen, das wir uns nen Katzenhaarpulli draus stricken könnten, tadaaa:




Trotz der Größe sind es unglaubliche 23 Gramm (ja ich habs gewogen), was daher kommt, dass wirklich nuuur Unterwollfell damit rausgekämmt wird! Hab nicht schlecht gestaunt, hätte ich dem unauffälligen Teil niemals zugetraut. Hatte auch nen interessanten Nebeneffekt: die Katzen wirken jetzt deutlich dunkler, hihi..

Anwendung war auch reeeeelaaatiiiv problemfrei.. Chou-Chou hat erwartungsgemäß geschrien gefaucht geknurrt und gestrampelt als ob man sie abstechen wollte, Tibo war etwas panisch aber von der Fellpflege per se sogar recht angetan, ich glaub paar Mal hat er sich sogar überlegt zu schnurren!! :-D Naja, und Cayleigh, die kleine Springmaus konnt natürlich nicht still halten was das Ganze relativ kompliziert gemacht hat. Praktisch hierbei war, dass das Teil so einen auf den ersten Blick unnützen Schiebedingshebelknopf in Daumengegend hat, mit dem man die Haare quasi wieder abladen kann. Naja, wenn man geschätzen 17 Hände braucht um die Katze zu halten, weiß man warum man nicht 2 zum Haare ausm Kamm ziehen zur Verfügung hat :-) Aber wurscht, wir habens geschafft, die Mäuse (so nennen wir die Katzen, nicht fragen *g*) sind deutlich dünner und haaren weniger, und wir müssen weniger staubsaugen *gnihihihihi*

Und falls jemand jetzt total gespannt ist wie dieses Wunderwerk aussieht... ->
Quelle: http://furminator-presse.de

Zeitreise

Heute poste ich mal was, das vor mittlerweile gut 10 Jahren entstanden ist und ich vor kurzem erneut "ausgegraben" hab. Mit 15, das war so etwa die Zeit, in der sich meine Idee, vielleicht doch Psychologie zu studieren in ein festes Vorhaben gewandelt hat. Jedenfalls... damals gingen mir eben einige philosophische Fragen dazu durch den Kopf, etwa die Schuldfrage für Fehlverhalten im Zuge diverser psychischer Störungsbilder. Und auch wenn ich heute natürlich eine andere sprachliche Form für diese Gedanken finden würde, so fand ichs dennoch interessant, dass jetzt nach dem Studium und bald 2 Jahren Berufserfahrung mich diese Fragen dennoch im Alltag begleiten.

Naja, wie dem auch sei... hier ist der Text von damals:




ODI ET AMO

Odi et amo. (Ich hasse und liebe.)                                
Quare id faciam, (Warum ich das tue, )              
Fortasse requiris. (wirst du vielleicht fragen.)                
Nescio. (Ich weiß es nicht.)                  
Sed fieri sentio (Aber ich fühle dass es geschieht)
Et excrucior. (und ich leide.)
Ah.           


ODI.. (ich hasse)
Alleine. Dunkel. Stille. Wie schön.. Totale Stille, kein Geräusch, kein Vogel, der singt, keine Grille, niemand schreit. Noch nicht. Wer auch? Um ein Uhr morgens?
Es ist kühl hier im Zimmer: Im Februar heizen sie hier nicht mehr. Wozu auch? Eigentlich bin ich müde, aber ich will nicht schlafen. Ich muss wach bleiben, wach bleiben! Ja nicht einschlafen! Ich muss müde sein, müder werden. Ich darf erst am Tag einschlafen. Ich bin ein Tier. Jawohl, ein Tier. Deshalb bin ich auch hier: weil ich ein Tier bin. Menschen sperrt man nicht in stille, kalte, einsame Räume. Nur Tiere. Ich bin ein Tier. Welches? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich es hasse. Ich habe noch nie so gehasst wie jetzt. Nicht mal damals. Als ich... aber da war ich noch ein Mensch, jetzt bin ich ein Tier. Oder war ich es damals auch schon? Oder wurde ich da eins? Oder kam ich schon als Monster auf die Welt? Ich weiß es nicht. Nicht mehr. Ich glaube, ich wusste es einmal, aber ich bin mir nicht sicher; nicht mehr. Hier kann man sich nicht sicher sein. Hier sind alle Tiere, Monster, ohne Gefühle, ohne Verstand. Und solche sind sich nicht sicher. 2.15h. Noch sechs Stunden. Bleib wach, bleib wach! wenn ich nicht so müde wäre... Aber Tiere werden nicht einfach müde. Ich werde wach bleiben. So lang ich will. Ich muss bis acht Uhr wollen. Da werden sie alle wach. Und schreien. Ich hasse es. Ich hasse hier alles. Sogar das Bett. Die Decke ist zu kurz. Meine Füße sind schon ganz kalt. Vor allem die rechte große Zehe, die ist schon am längsten hier an der kühlen Luft. Aber das ist wohl nicht weiters verwunderlich für einen Mann meines....Wie alt bin ich eigentlich? Und wie lang bin ich schon hier? Kurz oder lange? Ich habe mein Zeitgefühl verloren. 10 Jahre? 20 Jahre? 30, 40, 50, 100 Jahre? Ich weiß es nicht mehr, ich weiß gar nichts. Aber das macht nichts, nicht hier. Hier ist es egal, alles egal, vor allem ich. Außerdem haben Tiere kein Zeitgefühl, und ich bin ein Tier.
Ich glaube, ich werde gleich einschlafen. Aber ich darf nicht, ich will nicht. Doch andererseits... Tiere haben keinen eigenen Willen. Darum kann man sie auch gegen ihren Willen einsperren, weil sie keinen haben. Also muss es wohl stimmen, dass ich ein Tier bin...

...ET... (und)
Oh nein, ich bin eingeschlafen. Sie schreien, sie schreien, sie schreien. Jeden Tag, jede Woche, jedes Monat, jedes Jahr, immer, immer wieder. Wie wilde Tiere. Ich kann ihnen sagen, was ich will, sie hören mich nicht. Ich habe aufgehört zu reden, ich gebe nur manchmal Laute von mir. Meistens verstehen sie mich, manchmal auch nicht, aber das macht mir nichts. Mir ist hier alles egal. Jeden Tag.
Jetzt ist es hell. Zu hell.  Um acht Uhr, pünktlich, gehen im ganzen Haus die Lichter an. Und am Abend um neun Uhr aus. Sie sind grell, es tut weh wenn man zu lange hinschaut. Der Spiegel ist genau gegenüber von meinem Bett. Meinem Bett? Nein, hier gehört nichts mir. Überall sind Aufkleber, auf denen steht: "Eigentum der Anstalt für psychiatrische Notfälle" Hm, als ich hier ankam, habe ich darüber nachgedacht. Ein Notfall? Ich? Ich bin doch bloß ein Tier... Aber wahrscheinlich deshalb.  Nein, ich weiß dass ich nicht immer ein Tier war, zumindest glaube ich das. Da kommt schon die Schwester. Mit dem Frühstück. Sie sagt, heute habe ich Besuch. Ich soll in die Empfangshalle gehen, wenn ich fertig bin. Ich schlinge alles hinunter. Ein Stück Brot, Margarine, und Tee. Ohne Zucker.
In der Halle sitzt jemand auf dem Sofa. Er wartet. Auf mich? Ich setze mich zu ihm, vielleicht sagt er etwas. Ja, er sagt, er ist mein Sohn. Nein, ich kenne ihn nicht, aber ich werde ihm zuhören. Er erzählt mir eine Geschichte. Von einem Mann. Er hat seine Frau erstochen. Und weil er böse war, ist er jetzt eingesperrt. Ich bin auch eingesperrt. Ob ich ihn wohl kenne? Ob er auch hier ist, bei uns? Vielleicht werde ich ihn einmal suchen gehen. Warum bin ich eigentlich hier? Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, ich wusste es gestern -oder heute- noch. Aber ich bin mir nicht sicher. Der junge Mann hat mich gerade etwas gefragt. Aber ich weiß nicht, was, ich habe ihm nicht zugehört. Ob ich überhaupt noch verstehe, was man mir sagt? Nicht immer. Aber auch das ist egal. Er wird zornig, glaube ich. Aber ich will nicht mehr sprechen, ich kann nicht mehr. Jetzt schreit er. Und er weint. Hysterisch. Er ist ein schlimmerer "Notfall" als ich es bin. Ich bin bloß ein Tier. Jawohl. Die Schwester kommt. Sie lächelt. Sie lächelt immer. Und sie ist immer nett. Sie erklärt dem jungen Mann etwas. Der nickt und geht. Ohne Abschied zu nehmen. Na bitte, er war nicht mein Sohn. Söhne verabschieden sich von ihren Vätern. Und Söhne lieben ihre Väter. Aber mich liebt niemand. Aber ich bin ein Tier. Und Tiere liebt man nicht.

...AMO. (ich liebe)
Aber ich liebe. Sehr sogar. Zumindest glaube ich das. Aber ich weiß es nicht. Nicht mehr. Ich kann mir nichts mehr merken, mich nicht mehr erinnern. Warum? Jeden Tag denke ich das. Ich sitze nur da und denke. Immer. Jeden Tag, jede Woche, jedes Monat, jedes Jahr. Was sollte ich auch anderes tun? Es ist langweilig. Aber ruhig. Solange niemand schreit. Ich liebe die Stille. Und ich liebe sie. Solange sie da ist, mache ich mir keine Sorgen. Sie ist für mich da, sie sorgt für mich. Sie liebt mich. Ich weiß es. Ich spüre es. Ich bin mir sicher. Nein, ich bin mir doch nicht sicher. Tiere sind sich nicht sicher. Und ich bin ein Tier. Tiere liebt man nicht. Und ich bin ein Tier. Sie liebt mich nicht, niemand liebt mich, niemand kann mich lieben. Weil ich ein Tier bin. Das sagen sie. Aber ich, ich liebe.

QUARE ID FACIAM? (warum ich das mache?)
Was soll ich bloß dagegen tun? Was kann ich tun? Das darf so nicht bleiben. Tiere kennen keine Liebe, was ist bloß los? Ob ich vielleicht... nein, ich bin ein Tier, das ist sicher. Ich will sie nicht lieben. Ich will hassen, hier muss ich hassen. Was anderes könnte ich tun? Sie verwirrt mich, sie soll damit aufhören. Aber andererseits, hier verwirrt mich alles, sie passt perfekt hierher. Und ich liebe sie gar nicht wirklich. Wie sollte das auch gehen? Aber.. ich bin mir doch so sicher. Warum kann ich nicht normal denken? Ich weiß nur, dass ich sie liebe, und nur das ist wichtig. Ich liebe sie.

FORTASSE... (vielleicht)
Oder bilde ich mir das nur ein? Nein, ich liebe. Aber ich bin mir nicht sicher. Ich bin mir überhaupt nicht sicher, in nichts. Nicht mehr hier.. Aber wenn es anders wäre... Was war bloß vorher? Oder war ich immer schon hier? Ich glaube nicht, aber ich bin mir nicht sicher. In nichts. Da kommt die Schwester. Die, die ich zu lieben glaube. Aber woher soll ich denn wissen..? Hübsch ist sie. Sie ist groß und trotzdem zierlich. Sie hat lange, dunkelbraune gelockte Haare. Und eine kleine Brille. Und sie lächelt immer, ist immer freundlich, auch zu mir, obwohl ich ein Tier bin. Aber ob ich sie wirklich liebe? Jetzt gehen wir waschen. Sie wäscht mich immer. Ich kann es selbst nicht mehr, glaube ich, aber ich bin mir nicht sicher, glaube ich zumindest. Jetzt berührt sie mich. Oh ja, ich liebe sie, sehr sogar. Ich hoffe, sie lässt mich nie allein. So lange sie da ist, ist alles in Ordnung. Ja. Ich hoffe, ich bete, dass ich mir diesmal sicher bin. Kann ich überhaupt noch beten? Nein, Tiere beten nicht.

...REQUIRIS. (du wirst fragen)
"Ich habe ihn jetzt gewaschen und ihm sein Mittagessen gebracht, Doktor." "Danke, Ingrid. Aber warum wollten Sie mich sprechen?" "Nun, ich mache mir Sorgen um ihn.." "Warum denn, Ingrid? Sie wissen doch, er wird hier gut versorgt." "Aber natürlich weiß ich das. Aber er wirkt so... abwesend, er redet nicht mehr; Heute hat er seinen Sohn nicht mehr erkannt! Dabei ist es doch erst einen Monat  her, dass der Prozess beendet und er hergebracht worden war." "Aber Ingrid, sie wissen doch, das ist wegen der Medikamente. Es ist gut so, er darf sich nicht erinnern, so lebt er in Frieden." "In Frieden? Aber..." "Außerdem ist er gefährlich! Bedenken Sie, was er seiner Frau angetan hat, die Arme... Er ist wahrhaftig ein Tier." "Oh, bitte hören Sie auf so schlecht über ihn zu sprechen! Er könnte es vielleicht wirklich glauben! Er ist ein Mensch wie Sie und ich, das wissen Sie genau." "Ingrid, er hat zirka 100 mal auf seine Frau eingestochen, durchlöchert wie ein Sieb! Nennen Sie DAS etwa menschlich? Ich nicht." "Aber er ist so traurig, so ruhig, zu introvertiert. Trotz der Medikamente, ich glaube nicht, dass das normal ist." "Sie kennen ihn besser. Meinen Sie, wir sollten ihm zusätzlich Antidepressiva verabreichen?" "Nun, Doktor, ich bin mir nicht ganz sicher. Manchmal sitz er nur da und lächelt ohne Grund. Man könnte auch glauben, er sei manisch-depressiv. Aber ich glaube die Gefahr ist zu groß, wir sollten ihm nicht so schnell neue Medikamente verabreichen. Aber ich weiß es nicht, vielleicht, wenn Sie ihn sich einmal anschauen würden, mehr um ihn kümmern... Ich bin mir sicher, dass..." "Ingrid, das wird nicht notwendig sein. Halten Sie mich auf dem Laufenden. Sie sind doch sicher sehr kompetent, hoffe ich. Sie können das. Sie wissen, wir können hier nur kompetente Schwestern brauchen. Ich vertraue Ihnen. Das wissen Sie doch." "Ja, ich weiß, Herr Doktor. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir zuzuhören." "Aber sicher doch, Ingrid. Auf Wiedersehen."

NESCIO. (ich weiß es nicht)
Ich will weg hier. Ich habe Angst. Wovor? Vor allem. Glaube ich. Ich halte es nicht mehr aus hier. Tiere kann man doch nicht einsperren, sie müssen frei sein, frei! Ich will frei sein! Nicht eingesperrt mit grellem Licht von 8-21 Uhr und reflektierenden Spiegeln und hübschen Schwestern und brüllenden Gefangenen! Ich will weg! Aber ich weiß nicht, wie. Ich komme hier nicht raus. Niemand kommt hier raus. Auch ich nicht. Ich muss hier weiter eingesperrt bleiben wie ein, wie... ja, ein Tier..

SED... (aber)
Aber was wenn ich? Wenn ich fliehe? Weit, weit weg, ohne Weg zurück. Ich weiß nicht ob ich... das kann. Tiere tun das normalerweise doch nicht, Tiere können das nicht. Aber ich will ihnen - ihr- doch beweisen, dass ich etwas Besseres bin, etwas das man doch lieben kann. Aber, NEIN, verschwinde Gedanke! Das darf ich nicht denken! Wie kann ich mich dagegen wehren? Und will ich mich überhaupt wehren? Wenn ich es doch bloß wüsste! Was..? Ich würde siegen, hätte es allen bewiesen, allen. Aber daran darf ich nicht dauernd denken, das kann ich nicht tun, ich muss es vergessen.

...FIERI... (es geschieht)
Er kommt wieder, ich spüre es, es lässt sich nicht aufhalten. Nicht mehr. Oh, warum musste mir der Gedanke kommen, warum mir? Aber was, wenn ich das wirklich täte? Ich wäre weg, und das Geschrei der Gefangenen auch. Ich spüre, dass ich nicht widerstehen kann. Es geschieht einfach. Wie alles hier. Nichts ist Zufall. Alles geplant. Kein Einfluss. Ich kann mich nicht wehren. Oder doch? Ich könnte. Es gäbe eine Möglichkeit. Aber.. nein, nicht schon wieder. Das ist nicht gut. Aber warum muss alles immer nur gut sein? Tiere sind nicht immer gut. Böse Tiere werden eingesperrt. Ich bin eingesperrt. Ich bin ein böses Tier. Ein Monster. Ein Ungeheuer. Ich bin böse. Das sagen sie. Alle.

...SENTIO... (ich fühle)
Außer ihr. Alle außer ihr. Sie glaubt nicht, dass ich böse bin. Sie glaubt auch nicht, dass ich dumm bin. Alle anderen tun das. Aber ich bin nicht dumm. Nicht wirklich. Nur manchmal. Heute aber nicht. Es geht besser als heute Morgen. Ich kann mich erinnern, was heute war, was gestern. Kein Unterschied. Ich weiß nur nicht, was vorher war. Aber das hat sowieso keine Bedeutung. Nicht hier. Nicht jetzt. Nicht für mich. Es würde nichts ändern. Alles bliebe so, wie es jetzt auch ist. Ob die Schwester -jetzt weiß ich es wieder: sie heißt Ingrid- es weiß? Ich könnte sie fragen. Nein, kann ich nicht. Ich kann nicht mehr sprechen. Es fällt mir so schwer, es ist so anstrengend. Alles ist anstrengend. Nachdenken ist anstrengend. Ich bin müde. Da kommt das Essen. Nachher darf ich schlafen. Muss ich schlafen. Der Doktor sagt das. Ich werde nach dem Essen immer so müde. Warum? Ich weiß es nicht. Und wenn ich aufwache, weiß ich nichts mehr. Jeden Tag dasselbe. Aber jetzt weiß ich noch. Glaube ich. Aber ich darf nichts wissen. Sagen sie. Alle. Immer. Es ist besser so. Das stimmt wohl. Es muss ja stimmen. Sie sagen es ja alle. Es stimmt immer, was sie sagen. Deshalb sind sie wohl nicht eingesperrt. Trotzdem sind sie immer hier. Freiwillig? Ich nicht. Niemals. Freiwillig? Oder kam ich freiwillig hierher, ist es meine Schuld gewesen? Was habe ich getan? Was kann man, was muss man tun, um so behandelt zu werden? Ich will weg hier, ich will weg hier! Was, ich soll essen? Nein, ich will nicht, ich will bloß weg hier! Warum verstehen sie mich nicht? Warum? Das Essen... es schmeckt... komisch... Ich glaube es schmeckt anders als in der Früh. Bitterer. Aber ich muss es essen. Ob ich will oder nicht. Ich wäre so gerne weg! Wie kann ich bloß entkommen, wie? Ich würde wirklich alles tun, wirklich alles! Alles? Ich glaube schon. Aber was ich wirklich weiß, ist, dass ich weg will, weg muss, unter allen Umständen. Koste es, was es wolle. Und sei es, dass ich dafür .. Ich könnte doch einfach.. In meinem Zimmer liegt doch ein Seil, oder..? Was wenn ich... Ach, es wird dunkler. Oder bilde ich mir das ein? Ich bin so müde. Ich will schlafen. Denken ist anstrengend. Ich will weg,... nein, schlafen.. nur schlafen... die Schwester? ... ich will in mein Bett.... ich...

...ET... (und)
"Er schläft jetzt, Doktor." "Sehr gut, Ingrid. Haben Sie die Spritze vorbereitet? Ja?" "Ist das nicht etwas zu viel? Gestern waren es erst 2 ml, die Drogen sind doch ziemlich stark." "Ja, das ist auch gut so. Keine Sorge, ich weiß schon, was ich tue. Es macht nichts, wenn er abhängig wird. Er wird es erhalten, so lange er hier ist, und lange ist das sowieso nicht." "Warum denn?" "Na, diese Dosis hält niemand länger als zwei Jahre aus. Der Organismus verkraftet eigentlich nur..." "Aber, aber das ist doch..." "Ingrid, das verbitte ich mir! Es ist durchaus human! Nach seiner Tat hätte er sowieso die Todesstrafe bekommen." "Aber das tut er doch auch hier." "Nur ohne Qualen und ohne Angst. Die Medikamente sind durchaus zuverlässig. Obwohl dieser Bastard, dieser Mörder etwas anderes verdient hätte!" "Aber, Herr Doktor, er war doch auch schon krank, als er die Tat begangen hat, nicht mehr zurechnungsfähig. Er war doch eine Versuchsperson, ein Experiment. Die Medikamente, die er erhalten hat, waren nicht zugelassen. Niemand konnte wissen, wie er darauf reagieren würde." "Das ist egal. Was geschehen ist, ist geschehen." "Wie wird er auf die Dosis reagieren?" "Ich weiß es nicht. Sie müssen ihn beobachten. Er könnte unerwartet gegenwärtig sein und rebellieren oder wir können ihn damit ruhig halten." "Ruhig? Er ist mir jetzt schon zu ruhig. Ich mache mir Sorgen, dass er sich etwas..." "Ingrid, Sie brauchen sich keine Sorgen um ihn zu machen. Er ist doch nur ein Patient."

...EXCRUCIOR. (ich leide)
Mein Kopf. Er tut weh. Warum? Es ist hell. Zu hell. Tiere mögen kein grelles Licht. Ich bin ein Tier. Jawohl, ein Tier. Ein grausames Tier. Es ist still... Ach, wie schön.. Aber bald geht das Geschrei der anderen Tiere wieder los.. Wir sind alle eingesperrt... Warum? Ich weiß es nichts, ich weiß gar nichts. Wer bin ich denn? Doch, das weiß ich.. Ich bin ein Tier. Richtig, ein Tier.. Das war immer schon so, ist so, und wird auch für immer so bleiben.

AH.
Ich will mich erinnern.. Aber es geht nicht.. Warum habe ich geschlafen? Was war vorher? Habe ich immer geschlafen, und bin erst jetzt wach geworden? Warum.. warum weiß ich nichts..? Wusste ich es jemals? Ich bin mir nicht sicher... Woher auch... Tiere sind sich nicht sicher. Und ich.. ich bin ein Tier.
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